Dieser hübsche Kerl ist gerade ein Jahr alt geworden und sucht einen neuen Wirkungskreis:

Ein paar Beiträge früher gibt es noch mehr Bilder. Ich finde ihn sehr gelungen. Er ist ein Sohn von Nano (der graue Bock von der Startseite) und hat vom Vater die tollen Hörner und die sehr männliche Bockmähne.

Wenn man ihn anfaßt merkt man, daß er noch "Babyfell" trägt - ansonsten sah er schon sehr früh aus, wie ein "Großer". Hier mit meinem Riesenhammel Alexander:

Farblich vererbt er natürlich weiß aber auch schwarz und evtl. grau durch den grauen Vater. Evtl. auch Scheckung / weiße Abzeichen.
Bei Intereresse an dem hübschen Kerl mit dem niedlichen Grinsen bitte das Kontaktformular nutzen
Nun wird es aber allerhöchste Zeit, auch mal was Fertiges aus Skuddenwolle zu präsentieren!
So ganz fertig ist er noch nicht, der neueste Pullover aus Skuddenwolle (ich stricke und ribbel den Kragen immer noch mal auf.... das mache ich eigentlich immer so bei Pullovern.)
Aber hier schon mal eine Kragenversion:

Und ein Detail vom Ärmel:

Der Pulli ist total weich, paßt hervorragend und wie man am ersten Bild erahnen kann, sind die Ärmel NICHT zu kurz!
Um was wirklich weiches aus Skuddenwolle zu zaubern, braucht es aber eine ganze Menge Zeit für die Wollvorbereitug: Hier habe ich ganz akribisch die Grannenhaare aus dem Vlies gezogen (das geht ganz gut aber ist schon zeitaufwändig) und habe Stichelhaare abezupft. Die restlichen Stichelhhaare sind beim Kardieren rausgefallen. Für Skuddenwolle kann ich professionelles Kardieren nur empfehlen!
Und hier nochmal ein Rückblick - Wolle gefärbt:

Kardiert:

Gesponnen:

und gezwirnt:

Dieses Jahr war ja Lammpause geplant. Und bei den Schreckensmeldungen über das Schmallenberg-Virus war ich auch froh drum. Aber irgendwie fehlt auch was. So ohne hüpfende, fröhliche kleine "Lämminge" auf der Wiese weiß man gar nicht so richtig, daß Frühling ist.
Aber ich hab ja Dörte. Wenn auch nicht geplant, so hab ich doch Lämmer "billigend in Kauf genommen" als ich Dörte als "Beistellschaf" für die kleinen Böcke genommen habe.
Und hier sind sie nun: Dörte X Skudde:
Balduin

und Jonathan

Das Gemüt haben sie von der Mutter. Den leichten Bollerkopp auch. Die Ohren scheinen mir etwas gemäßigter - aber doch ordentliche Löffel... Ich bin gespannt, wie sie sich entwickeln. Jonathan erscheint mir etwas skuddiger. Er hat aber Mutters "Glöckchen" geerbt - diese Zipfel am Hals, die man von Ziegen kennt. Ich hoffe natürlich auf superschöne Wolle - die feinen Wollhaare der Skudde ohne Stichelhaare... damit würden sich die Jungs glatt das Bleiberecht erkaufen!
Interessant ist das Verhalten von Dörte im Vergleich zu den Skudden. Sie ist ein gutes Mutterschaf aber eben Dörte: Tiefenentspannt. Während die Skuddenmütter ständig besorgt sind um ihre Lämmer, sie von jeder vermeintlichen Gefahr weglocken und immer erst die Lage für sich und die Lämmer checken, geht Dörte da deutlich entspannter vor: Kein Grund, die Lämmer erstmal von mir abzuziehen und wenn es was zu essen gibt, dann gibt es was zu essen! Da reicht ein Blick um zu sehen, daß die Lämmer nicht in Gefahr sind. Auch werden die Lämmer nicht ganz so ausgiebig abgeleckt. Das kann aber auch an ihrer Maulform liegen: Wenn man ihr was Leckeres aus der Hand gibt, muß sie den Kopf irgendwie weiter runter/eindrehen, um dran zu riechen und es zu fressen als die Skudden.

Und insgeheim hatte ich ja gehofft, in Dörte könnte auch ein wenig Milchschaf stecken und sie würde Massen Milch produzieren mit schönem handmelkbarem Euter. So wie es aussieht, saufen die Jungs das aber alles alleine!
Das wird mal wieder nur ein Bildereintrag. Von meinen grauen Skudden.
Drei Farben grau:

Hinten die Mutter mit ihrer anthrazit-farbenen Tochter aus 2010 und ihrem Lamm aus 2011
Und der Enkel aus 2011, der mittlerweile in Franken lebt. Auf den Bilder sieht er noch fast schwarz aus aber der Haaransatz ist schon silbergrau. Nach seiner ersten Schur sieht er sicherlich klasse aus!

Und nun noch ein paar "Gräulinge" in Frühlingslaune:



Skuddenböcke sind einfach schön! Und meine Jungs sind natürlich die allerschönsten!
Manchmal behält man halt ein Schaf, weil es einem einfach sympathisch ist.... und bei den Jungs könnte mir das ständig passieren!
Alexander dankt es mir mit seinem beeindruckenden Äußeren und seiner tollen Wolle.

Und der lustige gescheckte Paule - auch ein Hammel und einfach ein lustiger Geselle:

Und natürlich meine Jungs vom letzten Jahr! Leider zu eng verwandt, um sie bei mir in der Zucht einzusetzen.
Ich mag ja Farbe - aber der weiße kleine Kerl ist mit seinen 9 Monaten auch in weiß einfach beeindruckend.



und der andere Nachzügler vom letzen Jahr - der wär in Punkto Wollqualität und -farbe mein nächster Zuchtbock. Und auch die Hörner sehen seeeehr vielversprechend aus. Wenn er nur nicht so arg verwandt wäre mit meinen Muttern...

Beide Lammböcke suchen übrigens eine neue Herde!
Meine allerersten Naturfarbenfärbeergebnisse sind mittlerweile versponnen und mir gefällt das "dreckig grün" aus der Goldrutenfärbung immer noch sehr gut....

Technische Details: Skuddenwolle, "freischnauze" mit Goldrute gefärbt z.T. mit Eisenwasser nachentwickelt, Navajogezwirnt.....
und noch mehr grün, mit Säurefarben gefärbt in verschiedenen Grüntönen, blau, gelb und rot

Alles zusammenkardiert
.
gesponnen ....

und verzwirnt.... genauso, wie ich es wollte: Lebendiges schrilles grün (die Sorte grün, die Kameras irgendwie nie richtig einfangen) mit "Tweedcharakter" und total weich (bei dieser Wolle habe ich super akribisch die Grannenhaare aussortiert. Das Ergebnis ist toll aber ob sich der große Aufwand tatsächlich lohnt werde ich erst wissen, wenn ich sie als Pullover ein Weilchen getragen habe....)

So ein ganz kleines bißchen ist es gewachsen, das Lieselottchen. Zum Klauenschneiden brauchte ich auch keine Nagelschere....ein wenig fitzelig aber doch entspannt mit dem Püppchen auf dem Schoß:

Die (mittlerweile ehemaligen) Flaschenlämmer sind mit ihren zwei "Beistellschafen" immer noch in Hausnähe. Während der Rest der Truppe einen wunderbaren Herbst im Nachbardorf genießen darf:

Mit herbstlichen Ebereschen.....

.... und Ausflügen in die nähere Umgebung....

und bei uns war späte Ernte (nach später Aussaat aufgrund von Faulheit) angesagt: Lila Bohnen

Süßer Mais.....

und lecker Hokaido Kürbisse

Nach der Schur - wie geht es weiter? Sortieren habe ich ja schon beschrieben. Und dann wird gewaschen. Und bei der Waschtechnik bin ich mittlerweile ganz modern in den 50er Jahren angekommen:

Mit dem Wäschestampfer von Wasch Wolff in Zittau. Geht hervorragend! Und um gleich mal die Filzgefahr auszutesten, habe ich als erstes Bergschafwolle gewaschen. Von Haus aus sehr filzfreudig .... der macht der Wäschestampfer nix.
Als ist demnächst dieses Schätzchen dran:

Wolle vom Kerry Hill Schaf. Und da weiß auf Dauer langweilig wird, habe ich mich mal mit Pflanzenfarben beschäftigt und erste Versuche gestartet. Mit Skuddenwolle und Goldrute, weil es von beidem ausreichend gibt....

Das Ergebnis:

Zwei Züge, der zweite nachbehandelt mit Eisenwasser (alte Nägel in Essigwasser rosten lasten). Ich mag dreckig-grau-grün sehr gerne aber in echt sieht die Wolle etwas freundlicher aus als auf dem Bild.
Mal schauen was sich hier noch so zum Färben nutzen läßt....
Im Winter wird also vermutlich "naturbunt" gesponnen. Bis dahin füllt sich der Wollvorrat mit Wolle aus dem letzten Jahr: Im Moment Wolle vom Juraschaf:

Fertig gesponnenes wird auch verstrickt. Meist "frei Schnauze" wie diese Jacke aus Shetlandwoll"resten":


Oder nach Anleitungen aus dem Internet, wie dieses Restertuch:

Und dann finde ich immer neue faszinierende Techniken in den Weiten des Internets. Beim Ausprobieren ist dieser Kerl entstanden. Strickgefilzt als "Handschuh-Elfensocken-Hybrid" und von Conny mit "Ausdruck" versehen:

Knotenmuster, die aus dem "Nichts" entstehen wollte ich auch üben. Also wird weiter Restewolle verarbeitet - zu einem winzigen Kissen...

Noch ein propperes kleines Bocklamm.... noch namenlos...

und hier mit Mutter und Oma:

Dieser kleine Kerl wird mit Sicherheit grau. Im Gegensatz zu Phileas Fogg, der vermutich schwarz bleibt.

Ich habe noch ein Bocklamm aus März 2011 zu verkaufen. Vielversprechendes, propperes Kerlchen mit schönen weiten Hörnern.
Ein schönes Bild habe ich gerade nicht aber bei Bedarf kann ich noch ein paar machen und schicken. Mutter ist die weiße Zibbe neben ihm, Vater der graue Bock von der Startseite.
Bei Interesse bitte das Kontaktformular nutzen! Standort ist nähe Dresden.

Eine kleine Bildergeschichte zur Schur:
Paule noch mit Wolle....

Der Anfang am Hals....

dann die linke Seite

über den Rücken nach rechts

fertig!

nur noch die Wolle sortieren - seeehr großzügig. Angefilztes, eingefüttertes oder besonders drahtige Stellen fliegen raus.

Und noch ein paar Bilder, von etwas untypischer Skuddenwolle:

von meinem netten Hammel Alexander

Bei ihm läßt sich die Wolle zum Teil "raufen" also abziehen. Dazu braucht man nur vorsichtig über die Haut fahren (nicht ausreißen sondern abziehen - wo das nicht mehr geht, kommt die Schere zum Einsatz!)

weil die Wolle sooo schön ist, wird akribisch sortiert:

in gaanz fein und normal

und das ganz feine Häufchen wird auch irgendwann etwas ganz feines.... ich brauch nur noch 'ne Idee!

Wer hier gelandet ist, weil er wichtige Informationen zur Aufzucht von Flaschenlämmern sucht, sollte lieber hier schauen:
http://www.schaf-foren.de/forum/index.php?showtopic=5287&hl=flaschenlamm
Mein Blogeintrag geht um meine Nachzügler... es fing so harmlos an mit einem großen Bocklamm und einem ganz zarten Mädchen.
Ich dachte, ich komm mit "ans Euter halten" und 'ner Flasche als Starthilfe durch....

Der Rest der Herde fand das auch alles seeeehr spannend:

Nur haben sie dann, beim Rückenschubbern, ihren hölzernen Wetterschutz auf das kleine Mädchen geschoben... das sah gar nicht gut aus! Geschwollener Hals, wer weiß wie lange eingeklemmt und zu schwach zum Stehen. Bilder gibt es keine, weil ich nicht dachte, daß sie es schafft. Ich hab die Familie dann ans Haus geholt und die Kleine mit der Flasche gefüttert.
Durch den dicken Hals konnte sie erstmal nicht mehr Aufstehen, wenn sie umgefallen ist. Und da Skudden nicht doof sind, hat sie einfach im Stehen geschlafen. Den Kopf auf die Mutter gestützt...
Später ging auch "Schlafen im Liegen" - immer an den Bruder gekuschelt.

Nach ein paar Tagen an der Flasche hatte die Mutter kein allzugroßes Interesse mehr an der Kleinen. Der Bub war wichtiger, das Mädel geduldet. Aber mit viel Mühe habe ich das kleine Lieselottchen wieder ans Euter gebracht. Mutter Violett hat auch beide Lämmer wieder umsorgt und ich war sehr stolz darauf. Ich wollte so gerne, daß sie als richtiges Schaf aufwächst und geduldiges "immer wieder Ansetzen und erst anschließend mit der Flasche satt füttern" hat sich gelohnt.
Nur ist mir dann leider die Mutter gestorben! Meine gute Violett....ich habe nun zwei Flaschenlämmer. Einen dicken kleinen Kerl, frech wie Oskar, der pro Mahlzeit locker 350ml Milchaustauscher säuft und mein kleines Lieselottchen, die gerade mal 80ml schafft!

Lieselotte übrigens deshalb, weil in Sachsen die Mutterlämmer "Lieschen" heißen.
Übrigens: Nur weil eine Flasche als Lämmerflasche verkauft wird, muß sie nicht "funktionieren"! Die Kleine hat sich ständig verschluckt, nach jedem Trinken minutenlang gehustet und hatte gar keine Stimme mehr. Ich habe an Mißbildung und Lungenentzündung gedacht aber erst der Tierarzt hat mich auf den Sauger gebracht. Mit dem kleinsten Babysauger (der Mutterbrust nachempfunden!) klappt es jetzt ganz gut.
Nur so als Nachtrag, weil mein hübscher Nano ja nun einen neuen Wirkungskreis hat.

Tja: Pack schlägt sich, Pack verträgt sich.... und vor allem: Die Hörner des anderen waren super zum Kratzen von schlecht erreichbaren Stellen!
Ohne den Kumpel ist das schwierig für den weißen:

Wann ist der beste Zeitpunkt zur Schafschur bei Skudden? Ganz einfach: Wenn sich die Wolle anfängt abzulösen!
Mindestens so:

Vorher ist es, zumindest mit der Handschere, eine große Quälerei! Meine Skudden haben da ihren eigenen Rhythmus. Eine ist immer etwas später dran. Im letzten Jahr habe ich sie mit den anderen geschoren, "weil ich einmal dabei war".
Das Resultat war lautstarkes Fluchen und "Rücken" - und die Wolle konnte ich wegwerfen, weil ich viel zu viel nachschneiden mußte....
Auch dieses Jahr läßt sie sich wieder etwas mehr Zeit:

Ein wenig werde ich also noch warten. Vielleicht Pfingsten.... Dann gibt es eine Bildergeschichte zur Schur und meinen diesjährigen Versuchen zum "Raufen" also zum "Abziehen" der Wolle...
Bis dahin ein paar Einkaufstips. Schafscheren:

Links eine aus dem Schäfereibedarf - für mich zu groß und zu anstrengend. Rechts eine Buchsbaumschere aus dem Gartencenter. Funktioniert zumindest für kleinere Hände super!
Ähnlich ist es bei den Klauenscheren... die großen "echten Klauenscheren" sind für meine Hände und die kleinen Klauen der Skudden einfach zu groß. Allerdings habe ich nur preiswerte ausprobiert. Die richtigen Profischeren mit Rollgriff sind da sicher anders. Was für mich taugt ist dieses Equipment:

Weinrebenschere superbillig aus dem Baumarkt und Cuttermesser für Sonderfälle wie Taschen ausschneiden - was in dem nassen Sommer letztes Jahr ein Problem war, vor allem bei den weißen Skudden.
Ich hab eine Tricolor Skudde... sehr niedlich! Dazu gibt es hier einen textarmen Photobeitrag:

Erst so:

etwas später so:

Zur Farbvererbung kann ich da nichts sagen. Es gibt ja sowohl weiße Skudden mit "Sommersprossen" als auch graue mit "wildfarben" Abzeichen, wie den Vater dieses Lamms:

und noch ein wenig bunte Verwandtschaft: Der eine im Detail:...

die anderen im Familienportrait:
